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Rekorde, WM-Limit und Topplatzierungen bei der EM in Dublin für Janina Falk
24.08.2018 - Janina Falk - Janina Falk

Von 13. bis 19. August fanden die „World Para Swimming European Championships“ in Dublin statt. Rund 500 Sportlerinnen und Sportler aus über 40 Nationen begaben sich auf die Jagd nach Medaillen, Bestzeiten und Limits.

Auch für mich sollen diese Meisterschaften ein Highlight in diesem Jahr sein. Die Vorbereitungen für die EM verliefen jedoch leider nicht optimal. Durch Sperren im Trainingsbecken in der Stadthalle musste ich auf das Kongressbad und das Parkbad in Schönkirchen-Reyersdorf ausweichen. Wenn es meinem Trainer Detlef Leu nicht möglich war, bei meinem Training vor Ort zu sein, habe ich nach dem vorgegebenen Trainingsplan und mit der Unterstützung meines Vaters Gottfried trainiert. Dadurch und dank der zusätzlichen Arbeit von Angela Kastner konnte ich mich dennoch sehr gut auf die EM vorbereiten.

Ich bin mit der Motivation nach Dublin gefahren, in der europäischen Topklasse der mental beeinträchtigten Schwimmer vorne mitzumischen. Mein hoch angesetztes Ziel war es, in Dublin eine Medaille zu holen. Es war mir bewusst, dass dies nicht einfach sein würde und dadurch, dass viele der absoluten Weltklasseschwimmer aus Großbritannien, Schweden und Spanien am Start waren, musste ich mich leider von meinen Medaillenträumen verabschieden.

Meine Leistungen können sich dennoch sehen lassen und ich kehrte mit einigen Bestzeiten und Rekorden im Gepäck heim. Über fünf Distanzen bin ich angetreten und konnte meine persönlichen Bestzeiten gleich sieben Mal unterbieten! Das bedeutet auch die Verbesserung der österreichischen Rekorde auf der Langbahn in folgenden Bewerben:

100m Brust – 1:32,66
100m Rücken – 1:17,87
100m Schmetterling – 1:13,58
200m Lagen – 2:42,82
200m Freistil – 2:22:81

Besonders freut mich auch die Limiterbringung für die Weltmeisterschaften in Malaysia im kommenden Jahr. Über 100m Schmetterling konnte ich die geforderte Norm unterbieten und in drei anderen Bewerben bin ich knapp dran. Ich bin optimistisch, dass ich mit Trainingsfleiß (auch in den Sommer-, Weihnachts- und Osterferien) diese Limits in den nächsten Monaten noch schaffen werde. Mein Ziel, als erste mentalbeeinträchtigte Schwimmerin zu einer IPC WM zu fahren, motiviert mich, auch weiterhin mit so viel Einsatz zu trainieren!



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